Die Ausbildung

erfolgt bei uns in der Regel mittwochs aller zwei Wochen.
Geregelt wird das im
Dazu kommen noch die Lehrgänge, welche jeder Feuerwehrmann oder -frau pflichtgemäß absolvieren muß: Truppmann, evtl. Truppführer, Atemschutzgeräteträger. Das will erst mal geschafft sein. Wer dann noch nicht genug hat, kann sich noch auf der Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule in Bad Köstritz zum Gruppenführer, Zugführer oder Verbandsführer ausbilden lassen. Auch Gefahrgutlehrgänge und Unfallverhütung gehören dazu. Das kostet viele Stunden Freizeit. Aber wir wissen schließlich, wofür: Helfen will gelernt sein. Jeder Fehler beim Einsatz gefährdet jene, welche ohnehin von einem Unglück betroffen sind. Und nicht zuletzt auch uns selbst.
 

Am 21. Oktober 2009 übte die FFw Langenleuba-Niederhain die patientengerechte  Rettung aus einem verunglückten Pkw. Dabei kam es darauf an, vor allem jungen oder neuen Kameradinnen und Kameraden die richtige Vorgehensweise zu vermitteln. Außerdem konnten diese erste praktische Erfahrungen mit den bis zu 18 Kilogramm schweren Rettungsgeräten sammeln. Dabei wirken Kräfte von mehreren Tonnen – trotzdem darf sich das Fahrzeug möglichst nicht bewegen. Eine Art Mikado, um verletzte und eingeklemmte Personen erschütterungsfrei aus der  Fahrgastzelle zu befreien. Dazu kommen im Ernstfall noch die Aufregung und vor allem der immense Zeitdruck. Das ist nur zu schaffen, wenn alle beteiligten Kameradinnen und Kameraden als Team Hand in Hand zusammenarbeiten. Das muß möglichst oft geübt werden. Deshalb möchten wir uns ganz herzlich beim Kfz-Instandsetzungsbetrieb Stefan Börnig bedanken, der uns dafür schon mehrmals Fahrzeuge zur Verfügung stellte und diese anschließend auch wieder entsorgte.

Völlig geöffnete Fahrgastzelle


 

 

 

 

 


 

 

Am Ende jedes Ausbildungsjahres (oder ohne Vorwarnung erst am Anfang des neuen) steht eine Einsatzübung. Am besten gleich nach dem Mittagessen, wie zum Beispiel im Herbst 1999...

Sirenengeheul machte das Samstagsmittagsschläfchen zunichte. Rein in die Latschen und ab ins Gerätehaus!
Der Einsatzbefehl von der Leitstelle rief zum Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person und einem brennenden Pkw. Mitalarmiert waren die Feuerwehren von Flemmingen und Frohnsdorf.

PersonenrettungIm diesem Kleintransporter hätte nach dem Sturz in die Sandgrube sicher niemand überlebt. Aber zum Üben war das Wrack bestens geeignet. Mit Schere und Spreizer wurde das Dach geöffnet.







Dachöffnung






Es war schwer, aus dem im Wagen herrschenden Chaos den "Verletzten" zu befreien.




Daneben brannte ein "Trabbi". Das war die Aufgabe für die Flemminger und Frohnsdorfer mit ihren "Powerjet"-Hochdrucklöschgeräten.

TrabbiErster Löschangriff!

Brandschaden


Zu DDR-Zeiten wäre er nochmal liebevoll "aufgebaut" worden. Aber hier...






Hoffnungslos... ...sollte noch eine Feuerwehr löschen. Darum wurde das
gute Stück nochmal angebrannt. Aber diesmal richtig!


Auswertung
Schließlich wurde alles gemeinsam ausgewertet.
Auch wenn der Einsatz gut geklappt hat, waren wir doch froh,
daß es kein Ernstfall war.